Yogis of Salzburg: Hans Pluhar, Violin Maker.

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It is fair to say that Yoga saved my career as a Violin Maker. Quite serious troubles in my lower back made my work difficult. When I started lessons about 3 years ago I was really stiff and classes were very challenging. Now, I still consider myself a beginner but gradually things start to become easier. My back issues have disappeared and my arms and shoulders are stronger.

Yoga & Violin Making

I like to draw parallels between Yoga and Violin Making and I find that they complement each other well. Like in yoga, I need a lot of focus, strength and finesse in my work. A beautifully crafted violin is the result of many subtle details and a crucial requirement to produce a fine instrument that creates a pleasing first impression.

Individual Style and Creativity

A matter close to my heart in Violin Making is developing an individual style. In my opinion this can be achieved by accepting one’s own way as a person and by being very consistent in one’s work. When I watch other people practicing Yoga I can clearly see personal styles and I like it.

Another important aspect is creativity: Although Yoga sequences and movements seem repetitive at first, there is lots of room for creative and spontaneous sequencing. I don’t think a single class I have attended was exactly the same as any other. The same goes for Violin Making: the shape of the violin seems set in stone and has remained virtually unchanged for nearly 500 years. However there is enough space to solve technical and artistic aspects creatively so that instruments acquire a personal touch. With every new instrument I start from zero; like an empty mat before practice.

While I work on my own all day, Yoga lessons are full of energy from all the members of the group, which is a welcome change to my daily routine.

And last but not least, one needs lots of patience for both Yoga and Violin Making, progress is slow but steady if one stays with it!

Hans Pluhar, Violin Maker from Graz, living in Salzburg. www.hanspluhar.com


Ich kann ohne zu übertreiben sagen, dass Yoga mir meine Karriere als Geigenbauer gerettet hat. Rückenprobleme erschwerten mir die Arbeit beträchtlich.

Als ich vor etwa 3 Jahren mit dem Yoga Unterricht begann, fühlte ich mich wirklich steif und die Übungen waren sehr schwierig. Jetzt betrachte ich mich immer noch als Anfänger, aber allmählich wird alles einfacher.

Yoga und Geigenbau

Ich stelle gerne Vergleiche zwischen Yoga und dem Geigenbauen an und ich finde, dass sie einander sehr gut ergänzen. In meiner Arbeit brauche ich viel Konzentration und das üben wir wirklich toll im Unterricht. In der Holzarbeit benötige ich sowohl Kraft als auch Fingerspitzengefühl. Die Liebe zum Detail ist ein anderer Aspekt der mir bei Yoga gefällt. Eine schön gearbeitete Violine ist voller kleiner Details, die den Grundstein für einen guten ersten Eindruck legen.

Persönlicher Stil und Kreativität

Im Geigenbau einen eigenen Stil zu entwickeln liegt mir sehr am Herzen. Meiner Meinung nach kann man das erreichen, wenn man sich selbst als Person akzeptieren lernt und in der Ausführung der Arbeit sehr konsequent ist. Beim Yoga sehe ich bei verschiedenen Leuten individuelle Stile und das gefällt mir sehr.

Kreativität ist ein weiterer wichtiger Aspekt: Obwohl im Yoga auf den ersten Blick die Abläufe und Bewegungen eintönig scheinen mögen, gibt es viel Raum für kreative und spontane Kombinationen. Das Selbe gilt in einer Weise auch für den Geigenbau: Es gibt beim Modell der Geige seit etwa 500 Jahren fast keine nennenswerten Änderungen, dennoch sind etliche technische und künstlerische Details individuell lösbar, so erhält jedes Instrument seine persönliche Note. Ich fange bei jedem Instrument bei Null an. So wie bei der leeren Matte vor der Übung.

Einen großen Unterschied gibt es aber: Während ich den ganzen Tag alleine in der Werkstatt arbeite, ist mir die Abwechslung zur täglichen Routine in der energetischen Yoga Gruppe eine sehr willkommene.

Sowohl im Yoga als auch im Geigenbau benötigt man wirklich viel Geduld. Fortschritte erzielt man aber nur, wenn man dabei bleibt.

Hans Pluhar, Geigenbauer aus Graz, lebt in Salzburg. www.hanspluhar.com